Energydrinks – was steckt drinnen und wie ungesund sind sie wirklich?

Lässt die Konzentration nach oder wird man müde, dann ist oft der Griff zu einem Energydrink die Folge. Sei es beim Sport oder im Büro. Es ist auch kein Geheimnis, dass die aufputschenden Getränke nicht zu den gesündesten Flüssigkeiten gehören. Leider trinken auch immer mehr Kinder und Jugendliche Energydrinks, was nicht unbedingt förderlich ist. Es kann nämlich sehr schnell zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, an die zuvor gar nicht gedacht wird. Warum aber haben die Getränke so einen schlechten Ruf? Liegt es an den Inhaltsstoffen?

Das steckt in einem Energydrink drinnen

Die meisten Hersteller setzen auf eine sehr ähnliche Zutatenliste. Abweichungen sind dennoch nicht ausgeschlossen und können zu einem leicht veränderten Geschmack führen. Grundsätzlich sind aber folgende Inhaltsstoffe drinnen:

  • Koffein
  • Zucker
  • Wasser
  • Taurin
  • Kohelnsäure
  • Farb- und Aromastoffe
  • Vitamine und Mineralstoffe
  • Säuerungsmittel/Säureregulatoren
  • Glucuronolacton

 

Die Wirkung der drei Hauptbestandteile

Den aufputschenden Getränken wird eine erhöhte Leistungsfähigkeit, eine gesteigerte Konzentration und die Vertreibung von Müdigkeit nachgesagt. Das stimmt im weitesten Sinne auch und ist auf das Koffein zurückzuführen. Die Hersteller dürfen aber nicht Unmengen davon beimengen, sondern in Deutschland sind pro Liter maximal 320 Milligramm erlaubt. Eine herkömmliche Dose mit 250 Millilitern kommt demnach auf rund 80 Milligramm. Ähnlich sieht es bei einer Tasse Kaffee und einem großen Glas Cola aus, sie bringen es auf 50 bis 100 beziehungsweise auf 60 Milligramm Koffein.

 

Der zweite Hauptbestandteil ist Zucker. Und wie man sich schon denken kann, werden nicht unbedingt kleine Mengen beigemengt. Notwendig ist der weiße Stoff nicht nur für den Geschmack, sondern er kann ebenfalls kurzfristig die Leistung steigern. Der hohe Zuckergehalt ist an sich schon problematisch, jedoch bringt er gleichzeitig viele Kalorien mit. Um diesem Problem zumindest ein wenig entgegenzuwirken, haben viele Hersteller zuckerfreie Alternativen im Angebot. Dabei wird der Zucker durch Süßstoff ersetzt und man muss auf den zusätzlichen Energieschub verzichten.

 

Fester Bestandteil ist auch Taurin. Die zugelassene Höchstmenge liegt in Deutschland bei 4.000 Milligramm je Liter, außerdem hat Taurin selbst keine anregende Wirkung. Es landet aber dennoch in der Dose, da es die anderen Inhaltsstoffe beziehungsweise dessen Wirksamkeit beschleunigen soll. Die schlechte Nachricht: Es gibt noch kein endgültiges Ergebnis, was eine längerfristige Einnahme bewirkt. Auch ist nicht geklärt, wie Taurin im Körper genau wirkt.

Mögliche Nebenwirkungen

Wer eine empfindliche Reaktion gegenüber Koffein aufweist, der sollte Energydrinks gänzlich meiden. Der Inhaltsstoff kann nämlich, vor allem in größeren Mengen, Beschwerden hervorrufen. Dazu zählen Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität und Magen-Darm-Beschwerden. Ein Grund, warum auch stillende Mütter, Schwangere, Bluthochdruckpatienten und Kinder/Jugendliche Abstand davon halten sollten. Noch gefährlicher können die Dosen im Zusammenhang mit Alkohol sein. Beide Getränke entziehen dem Körper Wasser und es kommt zu einem gefährlichen Flüssigkeitsverlust. In größeren Mengen sind sogar Nierenversagen und Herzrhythmusstörungen nicht ausgeschlossen.

In Maßen erlaubt

Erwachsene dürfen sich gelegentlich einen Energydrink gönnen und müssen keine negativen Folgen fürchten. Noch besser wäre aber freilich ganz darauf zu verzichten. Wer aber zu viele Dosen trinkt, sensibel auf Koffein reagiert oder Vorerkrankungen hat, bei dem sind Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen. In Maßen sind die aufputschenden Getränke also okay, im Überfluss nicht.

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