Wie sinnvoll ist eine Wasserentkalkungsanlage im Hauhalt?

Das Leitungswasser in Deutschland enthält den schädlichen Stoff Kalk – mancherorts mehr, in anderen Regionen weniger. In Gegenden mit sehr hartem Wasser kann eine Wasserentkalkungsanlage durchaus Sinn machen. Man spricht hierbei auch von einem Wasserenthärter.

Der Nutzen und die Funktion von einem Wasserenthärter ist ganz einfach. Vorne kommt hartes Wasser herein und hinten weicheres Wasser heraus. Das Ganze funktioniert auf der Basis des Ionentausches. Aus diesem Grund werden Wasserenthärter auch Ionentauscher genannt. Wasserentkalkungsanlagen haben einen oder mehrere Drucktanks, in denen sich ein Ionenaustauschermaterial (lebensmittelechtes Kunstharz) befindet. Mit diesem Ionenaustauschermaterial werden gelöste Ionen durch andere Ionen gleicher Ladung, also positiv oder negativ, ersetzt. Bei einem Wasserenthärter findet ein Austausch von Natriumionen (Kochsalz) gegen Kalkionen statt. Wasserenthärtung mit einem Wasserenthärter funktioniert  also ganz einfach. Hartes, kalkhaltiges Wasser fließt durch den Drucktank des Wasserenthärters, wo dann Kalkionen gegen Natriumionen ausgetauscht werden. Das Ergebnis ist ein wunderbar weiches und kalkfreies Wasser.

Wasserenthärter können nur weiches, kalkfreies Wasser produzieren, so lange im Ionenaustauscher Natriumionen vorhanden sind. Wenn im Drucktank der Wasserenthärtungsanlage alle Natriumionen gegen Kalkionen ausgetauscht sind, kann kein weiches Wasser mehr produziert werden. Wasserenthärter mit Mengensteuerung erkennen dies und führen eine vollautomatisch Regeneration des Ionenaustauschermaterials durch, damit die Wasserenthärtungsanlage weiterhin weiches, kalkfreies Trinkwasser produzieren kann.

Wie wird die Wasserentkalkungsanlage regeneriert?

Bei der Regeneration des Wasserenthärters wird der Drucktank mit einer Kochsalzlösung gespült, wobei sich der Ionentausch nun in die andere Richtung vollzieht. Bei der Regeneration der Wasserenthärtungsanlage werden also die Kalkionen gegen Natriumionen getauscht. Nachdem der Drucktank des Wasserenthärters dann klar gespült ist, kann wieder weiches, kalkfreies Wasser produziert werden.

Wasserenthärtungsanlagen mit nur einem Drucktank werden so programmiert, dass die Regeneration der Austauschmasse nachts stattfindet, da nachts in der Regel in Privathaushalten kein Wasser verbraucht wird und der Wasserenthärter während der Regeneration kein weiches, kalkfreies Trinkwasser produzieren kann.

Die beste Kapazitätsauslastung erreichen Wasserenthärtungsanlagen mit zwei Drucktanks, da bei diesen Wasserenthärtern keine Kapazitätsreserven berücksichtigt werden müssen. Die Kapazitätsauslastung dieser Wasserenthärtungsanlagen beträgt somit 100 %. Ist das Ionenaustauschermaterial in einem Drucktank erschöpft,  führt der Wasserenthärter die Regeneration durch, wobei der andere Tank weiches, kalkfreies Wasser produzieren kann. Da bei einem Wasserenthärter mit zwei Drucktanks auch während der Regeneration immer weiches, kalkfreies Wasser zur Verfügung steht, müssen diese Anlagen nicht so programmiert werden, dass die Regeneration nachts erfolgt.

Lohnt sich eine Wasserentkalkungsanlage für mich?

Das kommt auf verschiedene Faktoren an. Zunächst einmal spielt die Wasserhärte vor Ort eine tragende Rolle. Diese kann mit handelsüblichen Tests überprüft werden. Ist das Wasser sehr hart, kann sich eine entsprechende Anlage lohnen, z. B. um Haushaltsgeräte wie Waschmaschine zu schonen. Noch mehr Sinn macht eine solche Anlage, wenn beispielsweise Getränke selbst hergestellt werden sollen. Hier macht weiches Wasser geschmacklich einen großen Unterschied aus. Dies spielt zum Beispiel eine Rolle, wenn ein Wassersprudler zur Herstellung von einem Mineralwasser eingesetzt wird. Natürlich können Sie Ihre Getränke aber auch vom Fachmann beziehen, ohne dafür eigenes Wasser benutzen zu müssen – zum Beispiel von Ihrem freundlichen Lieferservice getraenke-darmstadt.de.

Scroll to Top